Persönliches Vorwort zum HPU-Blog-Beitrag

Unterschiedliche Beschwerden aufgrund von HPU?

Seit vielen Jahren kommen Menschen zu mir ins Vitalmesszentrum in Wien und klagen über unterschiedlichste Beschwerden. Und nicht so selten, haben sie einen langen Weg mit unzähligen Untersuchungen hinter sich. Doch nichts hat Klarheit gebracht. Im Gegenteil. Frustration und kaum Veränderungen, egal was auch versucht wurde. Und ohne eine Diagnose gibt es auch keine Krankheit. Von Ärzten nicht ernst genommen und als Hypochonder abgetan. Nicht nur von den Ärzten. Auch in der Familie kann das auf Unverständnis führen.

Häm-Bildungs-Störung als Ursache

Viel zu spät habe auch ich, von der HPU-Störung erfahren. Und das, obwohl ich mich ständig in diesem Bereich weiterbilde. Diesen Blog-Artikel schreibe ich, um vielleicht für den ein oder anderen, ein Licht in die Finsternis zu bringen. Endlich eine Ursache für die unterschiedlichen Symptome zu bekommen. Immerhin wird geschätzt, dass 10 % der Bevölkerung, an dieser genetischen HÄM-Bildungs-Störung leiden. Und da zu mir ins Vitalmesszentrum in Wien ja ganz genau solche Menschen kommen, die unter Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und weiteren Unwohlsein leiden, was auch mit HPU zusammenhängen kann, schätze ich die Wahrscheinlichkeit hier viel höher ein.

Entsprechende Tests zur Diagnose von HPU

Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, dass die Hämopyrrollaktamurie schulmedizinisch noch nicht abgesichert ist. Immer mehr ganzheitlich denkende Ärzte nehmen dieses Problem ernst. Und heute ist es möglich, durch einen Urintest und entsprechende weitere Untersuchungen, abzuklären, ob es sich um so eine genetische Störung handelt. Derzeit arbeite ich daran, entsprechende Tests auch bei mir in er Praxis anbieten zu können. Denn viele Tests, die als HPU-Tests verkauft werden, entsprechen nicht den labortechnischen Standards. Und das führt wieder in eine falsche Richtung.

Wenn du also diesen Artikel liest und meinst, es könnte auch bei dir so eine Störung vorliegen, dann scheue dich nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen.

HPU – Kann sie hinter chronischer Müdigkeit, Unverträglichkeiten und diffusem Unwohlsein stecken?

Warum fühlen sich manche Menschen dauerhaft erschöpft, obwohl ihre Blutwerte weitgehend unauffällig sind? Warum treten gleichzeitig Verdauungsprobleme, Konzentrationsstörungen, Hautprobleme oder Lebensmittelunverträglichkeiten auf?

Viele Menschen suchen über Jahre nach einer Erklärung für ihre Beschwerden. Die Ursachen bleiben häufig unklar oder es werden lediglich einzelne Symptome behandelt. In der funktionellen Medizin wird in solchen Fällen gelegentlich die Hämopyrrollaktamurie (HPU) als möglicher Einflussfaktor diskutiert.

Doch was steckt tatsächlich hinter diesem Begriff? Welche Beschwerden werden mit HPU in Verbindung gebracht? Wie ist der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand? Und welche Möglichkeiten gibt es, den eigenen Stoffwechsel und die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen ganzheitlich zu betrachten?

In diesem Artikel erfährst du, was derzeit über HPU bekannt ist, welche Zusammenhänge diskutiert werden und warum eine individuelle Betrachtung deiner Beschwerden häufig wichtiger ist als die Suche nach einer einzelnen Diagnose.

Nährstoomangel bei Histaminintoleranz - Vitamin B 6 und Zink sind häufig

Wichtiger Hinweis: HPU wird vor allem in der funktionellen Medizin beschrieben. In der evidenzbasierten Medizin besteht derzeit keine allgemeine Anerkennung als eigenständige Erkrankung, da die wissenschaftliche Datenlage begrenzt ist und einheitliche diagnostische Kriterien fehlen. Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Was bedeutet HPU?

HPU steht für Hämopyrrollaktamurie.

Dabei handelt es sich um ein Stoffwechselkonzept, bei dem angenommen wird, dass während der Bildung des roten Blutfarbstoffs (Häm) vermehrt es zu fehlerhaften Häm-Bildung kommt und dadurch bestimmte Stoffwechselprodukte entstehen. Diese müssen, da sie als toxisch gelten, zusammen mit wichtigen Mikronährstoffen über den Urin ausgeschieden werden.

Nach der HPU-Hypothese betrifft dies insbesondere:

  • Vitamin B6
  • Zink
  • Mangan

Da diese Mikronährstoffe an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind, wird vermutet, dass ihr langfristiger Verlust unterschiedlichste Beschwerden begünstigen kann.

Die wissenschaftliche Forschung konnte diese Zusammenhänge bisher jedoch nicht eindeutig bestätigen. Deshalb wird HPU heute unterschiedlich bewertet: Während viele funktionell arbeitende Therapeuten sie als möglichen Erklärungsansatz ansehen, betrachten zahlreiche medizinische Fachgesellschaften die Datenlage derzeit als nicht ausreichend.

Warum ist Häm für den Körper so wichtig?

Was ist der Häm-Stoffwechsel?

Um HPU besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Häm-Stoffwechsel.

Häm ist ein lebenswichtiger Bestandteil vieler körpereigener Eiweiße. Am bekanntesten ist seine Funktion im Hämoglobin der roten Blutkörperchen, wo es den Sauerstofftransport ermöglicht.

Darüber hinaus spielt Häm unter anderem eine Rolle bei:

  • der Energiegewinnung in den Mitochondrien,
  • verschiedenen Enzymen des Stoffwechsels,
  • der körpereigenen Entgiftung,
  • der Funktion der Leber,
  • antioxidativen Schutzmechanismen.

Kommt es in diesen Bereichen zu Störungen, könnten sich theoretisch Auswirkungen auf viele verschiedene Organsysteme ergeben. Ob und in welchem Ausmaß dies bei HPU tatsächlich geschieht, ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen.

Vitamin B 6, Zink, Mangan haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel.

Wie wirkt sich HPU auf den Stoffwechsel aus?

Häm-Moleküle werden nicht richtig gebildet – es entsteht Hämopyrrollaktam (HPL)

HPL muss wasserlösich gemacht werden und über den Urin ausgeschieden werden

dazu benötigt der Körper bestimmte Mikronährstoffe

  • Vitamin B 6
  • Zink
  • Mangan

Vitamin B6, Zink und Mangan sind an Hunderten enzymatischen Reaktionen beteiligt. Eine unzureichende Versorgung könnte daher zahlreiche Körperfunktionen beeinflussen – beispielsweise den Energiestoffwechsel, das Nervensystem, das Immunsystem, die Haut, die Verdauung und den Histaminstoffwechsel.

Mikronährstoffmangel Ursache vieler verschiedener Beschwerden

Da sich Mängel dieser Mikronährstoffe in so vielfältiger Weise zeigen können, kann es zu unterschiedlichen diffusen Beschwerden kommen. Manchmal werden Menschen, die über Symptome klagen, nicht ernst genommen. Oder als Hypochonder abgestempelt. Auch deshalb, weil manchmal keine konkrete Diagnose gestellt werden kann.

Wichtiger Hinweis: Diese Darstellung basiert auf dem HPU-Konzept aus der funktionellen Medizin. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind wissenschaftlich bislang nicht eindeutig belegt, weshalb HPU derzeit nicht als allgemein anerkannte Erkrankung gilt. Für Beschwerden kommen viele unterschiedliche Ursachen infrage und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Welche Aufgaben haben Vitamin B6, Zink und Mangan?

Unabhängig von der HPU sind diese drei Mikronährstoffe für den menschlichen Organismus unverzichtbar.

Vitamin B6

Vitamin B6 trägt laut zugelassenen Health Claims der Europäischen Union unter anderem bei zu:

  • einem normalen Energiestoffwechsel,
  • einer normalen Funktion des Nervensystems,
  • einer normalen psychischen Funktion,
  • einem normalen Eiweißstoffwechsel,
  • einer normalen Funktion des Immunsystems,
  • der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.

Da Vitamin B6 außerdem an der Bildung verschiedener Botenstoffe beteiligt ist, wird häufig untersucht, ob eine unzureichende Versorgung Konzentration, Stimmung oder Belastbarkeit beeinflussen kann.

Vitamin B 6 für den Enzymabbau bei Histamin

Zink

Zink gehört zu den wichtigsten Spurenelementen des Körpers.

Es trägt unter anderem bei zu:

  • einer normalen Funktion des Immunsystems,
  • der Erhaltung normaler Haut,
  • normaler Haare und Nägel,
  • einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel,
  • einem normalen Kohlenhydratstoffwechsel,
  • dem Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Darüber hinaus ist Zink an Hunderten enzymatischen Reaktionen beteiligt.

Mangan

Mangan ist weniger bekannt, erfüllt jedoch ebenfalls wichtige Aufgaben.

Es trägt bei zu:

  • einem normalen Energiestoffwechsel,
  • der Erhaltung normaler Knochen,
  • der normalen Bildung von Bindegewebe,
  • dem Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Welche Beschwerden werden mit HPU in Verbindung gebracht?

Da Vitamin B6, Zink und Mangan an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt sind, werden in der funktionellen Medizin sehr unterschiedliche Beschwerden mit HPU in Verbindung gebracht.

Unter anderem:

  • chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Depressionen
  • Ängste
  • Migräne
  • PMS
  • Schilddrüsenprobleme
  • Histaminprobleme
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Reizdarm
  • Blähungen
  • Infektanfälligkeit
  • Muskelschmerzen
  • Fibromyalgie
  • chronische Entzündungen

Diese Symptome sind allerdings nicht spezifisch. Sie können ebenso viele andere Ursachen haben und sollten deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.

Müdigkeit und mangelnde Stress-Resistenz bei einer HPU-Störung

Chronische Müdigkeit und Erschöpfung

Viele Betroffene berichten über:

  • anhaltende Müdigkeit,
  • fehlende Energie,
  • geringe Belastbarkeit,
  • das Gefühl, morgens nicht erholt aufzuwachen.

Da gleichzeitig häufig Stress schlecht verarbeitet wird, entsteht oft ein Kreislauf aus Erschöpfung und verminderter Regeneration.

Ständige Müdigkeit und Erschöpftheit, oft schon nach dem Aufstehen, können die Lebensqualität massiv einschränken.

Brain Fog und Vergesslichkeit als Anzeichen einer HPU

Konzentrationsprobleme und Brain Fog

Ebenso häufig beschrieben werden:

  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Vergesslichkeit,
  • geistige Erschöpfung,
  • verlangsamtes Denken,
  • verminderte Leistungsfähigkeit.

Diese Beschwerden können selbstverständlich zahlreiche andere Ursachen haben – beispielsweise Schlafmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel oder chronischer Stress.

Insbesondere auch, wenn eine mangelnde Stress-Resilienz und innere Unruhe vorliegt oder ADHS diagnostiziert wird, könnte eine HPU auch eine Ursache dafür sein und sollte als eine mögliche Ursache abgeklärt werden.

Verdauungsbeschwerden

Im funktionellen Bereich wird HPU häufig gemeinsam mit folgenden Beschwerden beobachtet:

  • Blähbauch,
  • Reizdarm,
  • wechselnder Stuhlgang,
  • Völlegefühl,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Histaminbeschwerden.

Ob zwischen diesen Erkrankungen tatsächlich ursächliche Zusammenhänge bestehen, ist wissenschaftlich bisher nicht abschließend geklärt.

Haut und Immunsystem

Auch Hautprobleme werden gelegentlich beschrieben:

  • trockene Haut,
  • Akne,
  • Ekzeme,
  • schlechte Wundheilung,
  • erhöhte Infektanfälligkeit.

Da insbesondere Zink eine wichtige Rolle für Haut und Immunsystem spielt, lohnt sich bei entsprechenden Beschwerden unabhängig von einer HPU eine individuelle Betrachtung der Nährstoffversorgung.

Warum überschneiden sich die Symptome mit vielen anderen Erkrankungen?

Diffuse Symptome durch die Häm-Störung?

Genau hier liegt die größte Herausforderung.

Die meisten HPU-Symptome kommen ebenso häufig vor bei:

  • Eisenmangel,
  • Vitamin-B12-Mangel,
  • Vitamin-D-Mangel,
  • Schilddrüsenunterfunktion,
  • chronischem Stress,
  • Schlafstörungen,
  • Depressionen,
  • Long COVID,
  • chronischen Entzündungen,
  • Nebennieren- und Stoffwechselerkrankungen.

Deshalb sollte HPU niemals isoliert betrachtet werden. Eine sorgfältige medizinische Abklärung möglicher Ursachen hat immer Vorrang.

Gerade bei langanhaltenden Beschwerden ist häufig das Zusammenspiel verschiedener Faktoren entscheidend. Ernährung, Darmgesundheit, Schlaf, Stressbelastung, körperliche Aktivität und die Versorgung mit Mikronährstoffen beeinflussen sich gegenseitig und können gemeinsam das persönliche Wohlbefinden prägen.

HPU und ihre möglichen Zusammenhänge mit anderen Beschwerden

Menschen, die sich mit HPU beschäftigen, leiden häufig nicht nur unter einem einzelnen Symptom. Vielmehr berichten sie über eine Kombination verschiedener Beschwerden, die auf den ersten Blick oft keinen Zusammenhang erkennen lassen. Dazu zählen beispielsweise Verdauungsprobleme, chronische Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Hautprobleme oder eine erhöhte Stressanfälligkeit.

In der funktionellen Medizin wird vermutet, dass HPU nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern Teil eines komplexen Zusammenspiels aus Ernährung, Mikronährstoffversorgung, Darmgesundheit, Hormonhaushalt und Stoffwechsel sein kann. Wissenschaftlich sind viele dieser Zusammenhänge bislang jedoch nicht abschließend belegt. Daher ist eine differenzierte Betrachtung besonders wichtig.

Unterschiedlichste Beschwerden die scheinbar nicht zusammenhängen bei HPU

HPU und Histaminintoleranz

Abbau von körpereigenem Histamin reduziert bei Vitamin B6-Mangel

Ein häufig diskutierter Zusammenhang besteht zwischen HPU und Histaminintoleranz.

Histamin ist ein natürlicher Botenstoff, der unter anderem an Immunreaktionen, der Regulation der Magensäure und der Signalübertragung im Nervensystem beteiligt ist. Damit Histamin nach seiner Freisetzung wieder abgebaut werden kann, benötigt der Körper verschiedene Enzyme und Cofaktoren.

Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweißstoffwechsel bei und ist an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt. In der funktionellen Medizin wird deshalb angenommen, dass eine verminderte Versorgung mit Vitamin B6 den Histaminstoffwechsel beeinflussen könnte. Dieser Zusammenhang wird derzeit wissenschaftlich untersucht.

Lese dazu auch Histaminintoleranz und Nährstoffmangel

Typische Beschwerden einer Histaminintoleranz können sein:

  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Hautrötungen
  • Juckreiz
  • Herzklopfen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • laufende Nase
  • Müdigkeit nach dem Essen

Im Vitalmesszentrum kannst du dir bioenergetisch austesten lassen. ob bestimmte Lebensmittel individuelle Beschwerden beeinflussen.

HPU und Darmgesundheit

Der Darm und Mikronährstoffmangel

Der Darm spielt eine zentrale Rolle für die Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Liegen chronische Verdauungsbeschwerden vor, kann dies unabhängig von einer HPU zu einer unzureichenden Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen beitragen.

Umgekehrt können Mängel an bestimmten Vitaminen oder Spurenelementen wiederum die normale Funktion des Verdauungssystems beeinträchtigen. Es entsteht ein Kreislauf, bei dem sich verschiedene Faktoren gegenseitig beeinflussen.

Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

  • Blähbauch
  • Völlegefühl
  • wechselnder Stuhlgang
  • Reizdarmbeschwerden
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • diffuse Bauchschmerzen

Gerade deshalb lohnt sich häufig eine ganzheitliche Betrachtung von Ernährung, Darmfunktion und Mikronährstoffversorgung.

Darmungleichgewicht und Beschwerden

HPU und Leaky Gut

Der löchrige Darm und Mikronährstoffmangel

Immer häufiger wird auch ein möglicher Zusammenhang zwischen HPU und einem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom diskutiert.

Mit Leaky Gut wird eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut beschrieben. Dadurch könnten Stoffe leichter in den Körper gelangen, die normalerweise von der Darmbarriere zurückgehalten werden. Wenn ich im BioVitalScan einen Hinweis auf ein mögliches Leaky gut bekomme, lasse ich das normalerweise immer auch durch einen Zonulin-Test im Blut, abklären.

Die Forschung beschäftigt sich intensiv mit der Darmbarriere und ihrer Bedeutung für verschiedene Erkrankungen. Allerdings ist die Rolle eines Leaky Gut als eigenständiges Krankheitsbild sowie der Zusammenhang mit HPU bisher nicht eindeutig geklärt.

Unabhängig davon gilt:

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, Gemüse und hochwertigen Eiweißquellen unterstützt eine normale Darmfunktion und trägt zu einer gesunden Darmflora bei.

HPU und chronische Müdigkeit

Chronische Müdigkeit gehört zu den am häufigsten genannten Beschwerden bei Menschen, die sich mit HPU beschäftigen.

Die Ursachen können jedoch äußerst vielfältig sein.

Mögliche Auslöser sind beispielsweise:

  • Schlafmangel
  • Eisenmangel
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • chronischer Stress
  • Vitaminmangel
  • Depressionen
  • Infektionen
  • Stoffwechselerkrankungen

Gerade deshalb sollte Müdigkeit niemals vorschnell auf HPU zurückgeführt werden.

Im Vitalmesszentrum betrachten wir chronische Erschöpfung stets ganzheitlich. Neben den Ernährungsgewohnheiten spielen auch Stressbelastung, Schlafqualität, Verdauung, individuelle Stoffwechselsituation und mögliche Mikronährstoffdefizite eine wichtige Rolle.

HPU und Schilddrüse

Viele Betroffene berichten zusätzlich über Schilddrüsenprobleme.

Ob zwischen beiden tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist bislang wissenschaftlich nicht belegt.

Dennoch lohnt sich bei anhaltender Müdigkeit häufig eine Überprüfung der Schilddrüsenfunktion, da sowohl eine Unterfunktion als auch andere hormonelle Veränderungen ähnliche Beschwerden verursachen können.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Konzentrationsprobleme
  • Kälteempfindlichkeit
  • trockene Haut
  • Verstopfung

Da sich die Symptome überschneiden, sollte die Schilddrüse immer in die ärztliche Abklärung einbezogen werden.

Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto sehr häufig

Der ganzheitliche Ansatz im Vitalmesszentrum

Viele Menschen kommen mit einer langen Vorgeschichte zu uns.

Nicht selten bestehen Beschwerden wie:

  • chronische Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Verdauungsprobleme
  • Blähbauch
  • wiederkehrende Hautprobleme
  • Konzentrationsstörungen
  • Heißhunger
  • unerklärliche Gewichtszunahme
  • diffuse Beschwerden ohne eindeutige Ursache

Im Vitalmesszentrum verfolgen wir einen ganzheitlichen Beratungsansatz. Unser Ziel ist es nicht, vorschnell eine einzelne Diagnose zu stellen, sondern Zusammenhänge zu erkennen und individuelle Lösungen zu entwickeln.

Je nach persönlicher Situation können dabei verschiedene Bausteine sinnvoll kombiniert werden:

Gerade bei langjährigen Beschwerden zeigt sich häufig, dass viele kleine Veränderungen gemeinsam einen spürbaren Unterschied machen können.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur HPU

Was bedeutet HPU?

HPU steht für Hämopyrrollaktamurie. Dabei handelt es sich um ein Stoffwechselkonzept, das vor allem in der funktionellen Medizin beschrieben wird. Es wird angenommen, dass vermehrt bestimmte Stoffwechselprodukte über den Urin ausgeschieden werden und dabei unter anderem Vitamin B6, Zink und Mangan verloren gehen.

Ist HPU dasselbe wie KPU?

Nein. HPU (Hämopyrrollaktamurie) und KPU (Kryptopyrrolurie) werden häufig synonym verwendet, beruhen jedoch auf unterschiedlichen Testverfahren und theoretischen Modellen.

Welche Symptome werden mit HPU in Verbindung gebracht?

In der funktionellen Medizin werden unter anderem folgende Beschwerden beschrieben:

  • chronische Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Brain Fog
  • Reizdarmbeschwerden
  • Blähungen
  • Histaminbeschwerden
  • Hautprobleme
  • häufige Infekte
  • Stressanfälligkeit

Diese Symptome sind jedoch unspezifisch und können viele andere Ursachen haben.

Kann HPU chronische Müdigkeit verursachen?

Einige funktionell arbeitende Therapeutinnen und Therapeuten sehen einen möglichen Zusammenhang. Doch sollten auch andere häufige Ursachen wie Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Schlafstörungen ausgeschlossen werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen HPU und Histaminintoleranz?

Ein möglicher Zusammenhang wird diskutiert, insbesondere wegen der Rolle von Vitamin B6 in verschiedenen Stoffwechselprozessen. Denn ein Vitamin B6 Mangel kann auch eine Histaminintoleranz begünstigen.

Kann HPU Verdauungsbeschwerden verursachen?

Viele Betroffene berichten über Blähbauch, Reizdarm oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ob HPU hierfür ursächlich verantwortlich ist, ist bislang wissenschaftlich nicht geklärt.

Wie wird HPU getestet?

Um eine HPU zu diagnostizieren, werden spezielle Urintests angeboten. Im Vitalmesszentrum empfehlen wir die HPU Tests von KEAC PARKSTAD. Du kannst dir einen Test direkt auf der Webseite bestellen: Home – Keac Parkstad

Welchen HPU Test sollte ich machen?

Wir empfehlen einen 24 Stunden Urintest. Bevor du diesen Test machst, solltest du mindestens 10 Tage keine Nahrungsergänzungen zu dir nehmen, die Vitamin B6, Zink oder Mangan enthalten. Den Bestelllink findest du hier: HPU-Test® 24-Stunden-Urin – Keac Parkstad

Welche Laborwerte können zusätzlich zu einem HPU-Test sinnvoll sein?

Je nach Beschwerden können unter anderem Eisenstatus, Schilddrüsenwerte, Vitamin B12, Vitamin D, Folat, Blutzucker, Zonulintest oder Entzündungsmarker ärztlich bestimmt werden.

VitaloNUTRI® Professional Unverträglichkeitstest*

Das Ernährungs- und -Messprogramm VitaloNUTRI® testet auf einfache und schnelle Weise die individuelle Reaktion des Körpers, auf mehr als 600 Lebensmitteln. Es handelt sich hier um einen bioenergetischen Test mittels Biofeedback. Die Austestung umfasst alle Bereiche von

  • Proteine wie Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte, Ei und Hülsenfrüchte
  • Kohlenhydrate wie Getreide und Mehle, verschiedene Brot und Gebäck, glutenfreie Mehle und Beilagen, Brot, Nudeln, Zucker, Fertigprodukte, Getränke
  • veganen Lebensmitteln und Milchalternativen
  • Gemüse, Pilze, Obst und Säfte
  • Fette, Öle und Nüsse sowie Trockenfrüchte
  • Fruktose und Laktose, Zuckeralternativen wie Stevia, Birkenzucker
  • Kräuter und Gewürze
  • Fertiglebensmittel und Lebensmittelzusätze
  • Alkohol

*Hinweis

Der Lebensmitteltest ist KEIN BLUTTEST. Bei allen angebotenen Vital-Messungen handelt es sich um ganzheitliche Anwendungen. Grundlage dabei ist die traditionelle chinesische Medizin und Techniken aus der Energiemedizin. Der Lebensmitteltest ist ein kinesiologischer Test und erfolgt über Provokation und Messung der Körperreaktion. Bei akuten Beschwerden kann der Besuch im Vitalmesszentrum einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Mehr erfahren wie der Test funktioniert