Laktoseintoleranz – wenn du Milchzucker schlecht verträgst!

Die Unverträglichkeit auf Laktose, den natürlichen Zucker in der Milch – einfach erklärt

Laktoseintoleranz – wenn Milchzucker Beschwerden verursacht

Milch, Joghurt, Eis oder eine cremige Sauce – manchmal treten nach dem Verzehr von Milchprodukten Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall auf. Eine mögliche Ursache kann eine Laktoseintoleranz sein.

Laktoseintoleranz bedeutet jedoch nicht automatisch, dass du auf alle Milchprodukte verzichten musst. Entscheidend ist, wie viel Laktose dein Dünndarm noch aufspalten kann und welche Menge du persönlich verträgst.

Auch die Art des Milchprodukts spielt eine wichtige Rolle. Während Milch vergleichsweise viel Laktose enthält, sind viele lange gereifte Käsesorten von Natur aus sehr laktosearm oder praktisch laktosefrei. Erfahre hier, was eine Laktoseintoleranz ist und auf was du dabei achten musst.

Was ist Laktose? Und wie wird diese aufgespalten?

Milchzucker oder eben auch Laktose – der Zucker in der Milch von Säugetieren

Unter Laktose verstehen wir den Milchzucker. Dieser ist ein Bestandteil der Milch von Säugetieren. Dazu gehört nicht nur die Kuhmilch. Auch in Schafsmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch und in der Milch aller anderen Säugetiere, ist Laktose ein Bestandteil. Natürlich auch in der menschlichen Muttermilch.

Milchzucker – Zweifachzucker

Laktose gehört zu den Zweifachzuckern und besteht aus:

Glukose + Galaktose

Damit diese Zucker vom Dünndarm aufgenommen werden können, muss die Laktose zunächst gespalten werden. Dafür benötigen wir das Enzym Laktase.

Was ist Laktase?

Laktase ist ein Verdauungsenzym, das sich im Bürstensaum der Dünndarmschleimhaut befindet. Seine Aufgabe besteht darin, Laktose in ihre beiden Bestandteile Glukose und Galaktose aufzuspalten.

Ist die Laktaseaktivität vermindert, kann ein Teil der aufgenommenen Laktose nicht vollständig gespalten werden.

Was ist Laktose und wie wird es aufgespaltet
Im Dünndarm wird der Milchzucker mit Laktase aufgespalten.
Im Dünndarm wird der Milchzucker in Glukose und Galaktose aufgespaltet
Über Dünndarm wird der Milchzucker ins Blut aufgenommen und weitertransportiert.

Laktasemangel, Laktosemalabsorption und Laktoseintoleranz

Erst wenn der Verzehr von Laktose tatsächlich Beschwerden verursacht, spricht man von einer Laktoseintoleranz.

Das ist ein wichtiger Unterschied: „Nicht jeder Mensch mit einer verminderten Laktaseaktivität oder einer Laktosemalabsorption hat automatisch Beschwerden.“

Laktasemangel - zu wenig Enzym
Wenn zu wenig Laktase vorhanden ist - Malabsorbtion
Beschwerden und Symptome bei Laktoseintoleranz

Was passiert mit unverdauter Laktose im Darm?

Gelangt nicht ausreichend gespaltene Laktose in den Dickdarm, wird sie dort von Darmbakterien verstoffwechselt. Dabei können unter anderem Gase wie Wasserstoff und Kohlendioxid entstehen. Was sich bei dir zum Beispiel durch Blähungen zeigen kann.

Zusätzlich kann nicht aufgenommeneLaktose aufgrund ihrer osmotischen Wirkung Wasser im Darmlumen zurückhalten. Dein Stuhl wird weich oder es entsteht sogar Durchfall.

Problematisch kann dabei euch sein, dass dadurch das Mikrobiom im Dickdarm langfristig gestört werden kann, was weitere Symptome und Beschwerden, sowie Unverträglichkeiten, auslösen könnte.

wird die Laktose nicht ausreichend aufgespalten entstehen Blähungen und Durchfall

Typische Symptome einer Laktoseintoleranz

Wie zeigt sich eine Milchzucker-Malabsorbtion?

Die Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig stehen Verdauungssymptome im Vordergrund:

Blähungen · Blähbauch · Bauchschmerzen · Krämpfe · Durchfall · Völlegefühl · Darmgeräusche · Übelkeit

Wann treten Beschwerden nach dem Essen von Milchprodukten auf?

Wann und wie stark Beschwerden auftreten, hängt unter anderem von der aufgenommenen Laktosemenge, der verbleibenden Laktaseaktivität, der Zusammensetzung der Mahlzeit, der Darmbewegung und weiteren  individuellen Faktoren ab. Unter anderem auch, wie gesund und stabil dein Mikrobiom im Dünn- und im Dickdarm ist. Etwaige Vorerkrankungen oder auch nicht symptomatische Entzündungen, können deine Beschwerden unter Umständen auch verstärken.

Deshalb gibt es keine einheitliche Laktosemenge, die jeder Betroffene gleichermaßen verträgt. Du musst immer auch selbst ein wenig herausfinden, wo deine persönliche Grenze ist. Beim VitaloNutri-Lebensmitteltest bekommst du gute Hinweise darauf, welche Milchprodukte du mehr oder weniger vertragen könntest.

Beschwerden und Symptome bei Laktoseintoleranz

Warum entsteht ein Laktasemangel?

Und welche Arten von Laktose.Malabsorbtion gibt es?

Es gibt drei Formen des Mangels an Laktase für die Aufspaltung:

🧬 Primärer Laktasemangel

  • Nach dem Säuglings- und Kindesalter nimmt die Laktaseaktivität bei vielen Menschen genetisch bedingt ab. Das ist weltweit betrachtet keine seltene Erscheinung und eigentlich fast normal.

🦠 Sekundärer Laktasemangel

  • Eine verminderte Laktaseaktivität kann auch sekundär infolge einer Erkrankung oder Schädigung der Dünndarmschleimhaut auftreten.
    Mögliche Zusammenhänge sollten medizinisch abgeklärt werden. Das ist besonders wichtig, weil sich die Laktoseverträglichkeit bei einer sekundären Form unter Umständen wieder verbessern kann, wenn sich die zugrunde liegende Ursache behandeln lässt

👶 Angeborener Laktasemangel

  • Der kongenitale Laktasemangel ist eine sehr seltene genetische Erkrankung, bei der bereits Säuglinge kaum oder keine funktionsfähige Laktase bilden. Lese dazu – weiter unten – Laktoseintoleranz bei Kindern.

Wie häufig ist Laktosemalabsorption?

Wie häufig ist Laktoseintoleranz in Europa?

Die Fähigkeit, Laktose auch im Erwachsenenalter zu verdauen, ist weltweit und innerhalb Europas unterschiedlich verteilt. Für Mitteleuropa wird häufig eine Größenordnung von etwa 15 % für Laktasemangel bzw. Laktosemalabsorption genannt. Dabei bestehen deutliche regionale und populationsbezogene Unterschiede. Laktasemangel ist nicht gleichzusetzen mit Laktoseintoleranz. Erst bei Symptomen spricht man auch von einer Intoleranz.

Im Norden kommt die Laktasemalabsorbtion am seltensten vor. Vielleicht auch deshalb, weil dort die Urahnen seit vielen Generationen auch tierische Milch als Lebensmittel konsumieren. Umso mehr man in den Süden kommt, desto häufiger kommt die ein Laktasemangel vor.

Die Werte basieren auf einer Studie mit über 62.910 Teilnehmern aus 89 Ländern. (PubMed)

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Laktose?

Meinen Kunden im Vitalmesszentrum in Wien versuche ich immer zu erklären: Alle Milchprodukte, welche kaum fermentiert werden, wie süße Vollmilch oder auch Topfen oder Frischkäse, haben automatisch MEHR Milchzucker enthalten.

Wird die Milch durch Fermentation weiterverarbeitet, dann reduziert sich der Laktosegehalt oft deutlich. So hat ein Joghurt bereits weniger Milchzucker und Ricotta, welcher als Käse fermentiert wurde, noch weniger.

Typische Laktosequellen sind:

  • Kuhmilch wie Vollmilch, Halbfettmilch oder Magermilch
  • Ziegenmilch
  • Schafmilch
  • Frischkäse
  • topfen/Quark
  • Kondensmilch
  • Milchpulver
  • Eiscremen mit Milcheis
  • Milchdesserts
  • Pudding

Die tatsächlichen Gehalte unterscheiden sich je nach Produkt und Herstellungsverfahren.

Welche Lebensmittel enthalten viel Laktose? Übersicht

Warum sind viele Käsesorten von Natur aus laktosearm?

Viele Käsesorten sind laktosefrei. Bei der Käseherstellung wird ein großer Teil der Laktose zusammen mit der Molke entfernt. Denn durch den Prozess der Käseerstellung (Fermentierung) mit den Käsebakterien, wird der Milchzucker umgewandelt.

Während der anschließenden Reifung wird verbliebene Laktose durch Mikroorganismen weiter abgebaut. Die Laktose ist sozusagen das Futter für die Käsebakterienkultur. Um so länger der Käse gereift ist, um so wenig Laktose ist enthalten. Deshalb enthalten viele länger gereifte Hart- und Schnittkäse nur noch sehr geringe Mengen Laktose.

Beispiele für laktosearme Käse können sein:

Parmesan · Grana Padano · Emmentaler · Gruyère · länger gereifter Gouda · Bergkäse · gereifter Cheddar · gereifter Pecorino

Der konkrete Laktosegehalt hängt jedoch vom Produkt und Herstellungsprozess ab

Lies hier auch „Unverträglichkeit auf Käse“.

Milchalternative Hafermilch selber machen Laktoseintoleranz Laktoseunverträglichkeit testen in Wien

Wo kann sich Laktose verstecken?

Nicht nur in Milchprodukten kann Milchzucker enthalten sein!

Neben klassischen Milchprodukten kann Laktose bzw. können Milchbestandteile beispielsweise vorkommen in:

Fertiggerichten · Backwaren · Süßigkeiten · Schokolade · Wurstwaren · Saucen · Gewürzmischungen · Proteinprodukten · Nahrungsergänzungsmitteln und bestimmten Arzneimitteln.

Auch bestimmte Tabletten oder andere Präparate können Laktose als Hilfsstoff enthalten. Bei Arzneimitteln sollte eine mögliche Laktoseintoleranz mit Arzt oder Apotheke besprochen werden. Medikamente sollten deshalb nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

Milchzucker im Produktionsprozess

Auch im Produktionsprozess könnte es eine Kontamination mit Milchzucker geben.  Das muss nach der derzeit gültigen Verordnung nicht in der Zutatenliste deklariert werden. Würdest du glauben, dass in einem geklärten Apfelsaft oder in einer Wurst auch Laktose beinhaltet sein könnte? Nein? Aber leider kann es so sein. Bei einer leichten Laktoseintoleranz ist das allerdings kaum ein Problem. Problematischer ist schon eher, wenn es sich um eine Kuhmilch-Allergie handelt.

Übersicht Produkte, worin sich Laktose verstecken könnte

Produktgruppe Typische Beispiele Warum kann Laktose enthalten sein?
💊 Medikamente Tabletten, Dragees, Kapseln Laktose kann als pharmazeutischer Hilfs- bzw. Füllstoff eingesetzt werden
💊 Nahrungsergänzungsmittel Vitamin- und Mineralstofftabletten, manche Probiotika möglicher Träger- oder Füllstoff
🌿 Schüßler-Salze viele Tablettenpräparate Tablettengrundlage kann Laktose enthalten
⚪ Homöopathische Präparate Globuli, Tabletten, Verreibungen je nach Darreichungsform können Lactose oder Saccharose als Träger dienen
🍫 Schokolade & Süßwaren Milchschokolade, Pralinen, Karamell, Nougat, Schokoriegel Milchpulver, Molkenpulver, Laktose
🍪 Kekse & Backwaren Kekse, Kuchen, Waffeln, Croissants, Fertiggebäck Milch, Molke, Milchpulver oder Laktose
🍞 Brot & Backmischungen Toastbrot, Milchbrot, Brioche, manche Backmischungen Milchpulver, Molke oder Laktose möglich
🥣 Frühstücksprodukte Müslimischungen, Cerealien, Frühstücksriegel Milchbestandteile, Schokolade, Molkenpulver
🥔 Kartoffelprodukte Kartoffelpüreepulver, Kroketten, Gratins Milch- oder Molkenpulver
🍲 Fertiggerichte Suppen, Saucen, Aufläufe, Instantgerichte Milchpulver, Sahne, Molke oder Laktose
🧂 Gewürzmischungen Würzmischungen, Instantbrühen, Fix-Produkte Laktose oder Milchbestandteile können je nach Rezeptur vorkommen
🥩 Fleisch- & Wurstwaren Würste, Pasteten, Fleischaufstriche, manche Schinkenprodukte Milchbestandteile oder Laktose können technologisch eingesetzt werden
🌭 Convenience-Fleischprodukte Würstel, Burger, Fleischbällchen Rezeptur kann Milchbestandteile enthalten
🥗 Dressings & Dips Fertigdressings, Kräuterdips, cremige Saucen Joghurt, Buttermilch, Molke oder Milchpulver
🍟 Snacks Chips, Cracker, Käse-Snacks besonders Gewürzmischungen können Milchbestandteile enthalten
🍦 Desserts Pudding, Eis, Cremes, Fertigdesserts Milch, Sahne, Molke, Milchpulver
🥤 Getränkepulver Kakao, Instantkaffee-Spezialitäten, Proteinshakes Milch- oder Molkenpulver
🏋️ Sporternährung Proteinpulver, Riegel, Weight-Gainer besonders Produkte auf Molke-/Whey-Basis können Restlaktose enthalten
🍼 Spezialnahrung Trinknahrung, medizinische Ernährung je nach Produkt Milchbestandteile bzw. Laktose
🍬 Zuckerfreie Süßigkeiten nicht grundsätzlich laktosehaltig Milchbestandteile können zusätzlich Bestandteil der Rezeptur sein

Wie wird Laktoseintoleranz festgestellt?

Eine ärztliche Abklärung kann beispielsweise einen H₂-Atemtest umfassen. Dabei wird nach Aufnahme einer definierten Laktosemenge der Wasserstoffgehalt der Ausatemluft zu verschiedenen Zeitpunkten gemessen. Je nach Fragestellung können weitere Untersuchungen notwendig sein.

Auch das Führen eines Ernährungstagebuches kann zu mehr Klarheit führen.

Wichtig

Verdauungsbeschwerden nach Milchprodukten beweisen allein noch keine Laktoseintoleranz. Andere Ursachen können ähnliche Beschwerden verursachen. Deshalb ist insbesondere bei starken, neu aufgetretenen, länger bestehenden oder unklaren Beschwerden eine medizinische Abklärung sinnvoll.

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Wie kann Laktoseintoelranz festgestellt werden.

Laktose und Milchprodukte austesten im Vitalmesszentrum in Wien

Im Vitalmesszentrum in Wien, testen wir bei den Lebensmitteln auch viele Milchprodukte und Milchzucker (Laktose) aus. Die Erfahrung zeigt, dass du dadurch wertvolle Hinweise auf eine Laktosemalabsorbtion bekommen kannst und welche Milchprodukte du in moderaten Mengen vertragen könntest. Es handelt sich hierbei um keinen H2O-Test, sondern um einen bioenergetischen Lebensmitteltest

Was kann ich mit Laktoseintoleranz noch essen?

Wenn bei dir eine Laktosemalabsorbtion oder eben Intoleranz festgestellt wird, dann geht es immer auch darum, deine ganz persönliche Verträglichkeit herauszufinden. Wenn du deine Intoleranz leicht oder moderat ist, ist das Ziel lautet nicht automatisch: „Alle Milchprodukte streichen.“

Sondern:

„Die persönliche Verträglichkeitsgrenze herausfinden und die Ernährung ausgewogen gestalten.“

Je nach individueller Verträglichkeit können beispielsweise infrage kommen:

laktosefreie Milchprodukte · natürlich laktosearme gereifte Käse · individuell verträgliche Mengen fermentierter Milchprodukte · calciumangereicherte Pflanzendrinks.

Lebensmittel Milchprodukte die kaum Laktose enthalten
Lebensmittel Milchprodukte die kaum Laktose enthalten

Laktosefreie Milchprodukte

Heutzutage ist das Angebot an laktosefreien Milchprodukten sehr groß. Du kannst eigentlich alles, auch laktosefrei kaufen. Solche Produkte werden als „Laktosefrei“ gekennzeichnet.

Aber Achtung: bei einer Milcheiweiß-Allergie kannst du diese Lebensmittel trotzdem nicht essen.

Pflanzliche Milchalternativen ohne Laktose

Auch ohne ein Problem mit Laktose zu haben, verzichten immer mehr Menschen generell auf Milchprodukte und verwenden statt dessen Pflanzendrinks. Hier gibt es mittlerweile ein großes Angebot auch im Supermarkt. Milchalternativen aus Pflanzen werden als Pflanzendrink bezeichnet. Da die Bezeichnung Milch in der EU nicht erlaubt ist. Da gibt es zum Beispiel Mandel-, Hafer, Soja oder auch Kokosdrinks. Vieles davon findest du im Kühlregal. Wenn du Rezepte zum Selbermachen suchst und auch mal ausgefallenere Alternativen suchst, dann schau mal hier.

Inhaltsstoffe von Pflanzen-Drinks

Die Zusammensetzung eines Pflanzendrinks ähnelt den Inhaltsstoffen der Milch NICHT. Besonders Nüsse liefern wertvolle Fette und B-Vitamine. Dafür ist der Anteil an Calcium weniger. Doch bei einer vielseitigen gesunden Ernährung, kommt es auch ohne Milch zu keinem Calcium-Mangel.

Rezepte Milchalternativen

Milchalternative Hafermilch selber machen Laktoseintoleranz Laktoseunverträglichkeit testen in Wien
Inhaltsstoffe vergleichen von Milch mit Pflanzendrinks

Milch in der traditionellen Ernährung (TCM)

Die verschleimende Wirkung von Milch und Milchprodukte

In der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) werden Milch und Milchprodukte als befeuchtend beschrieben. Gerade dann, wenn du Durchfall hast, wird es also nicht sinnvoll sein, große Mengen von Milchprodukten zu dir zu nehmen. In der TCM empfehlen wir Milchprodukte in kleinen Mengen bei Trockenheit. Zum Beispiel bei Verstopfung und trockener Hitze.

Keine Milch bei einer schwachen Verdauungskraft

Bei einem Milz-QI-Mangel – das ist eine Verdauungsschwäche – kann die Feuchtigkeit nicht transformiert werden. Daher kommt die Aussage, dass Milchprodukte verschleimend wirken. Und erklärt dann auch, warum du bei tropfender Nase, ständigem Schleim oder sogar Schleimhusten, Milchprodukte generell einschränken solltest. Auch während einer Verkühlung mit Schleim, würde ich dir Milchprodukte nicht anraten. Nicht nur weil das die TCM so sagt. Auch die europäische Naturmedizin weiß das schon sehr lange.

Milch bei Übergewicht und feuchter Hitze weglassen

Bei starker Feuchtigkeit – das zeigt sich zum Beispiel mit Schwitzen, unangenehmer Körpergeruch, stinkende Stühle, Durchfall, Wassereinlagerungen wie Ödeme und starkem Übergewicht, solltest du Milchprodukte nur sehr eingeschränkt konsumieren. Oder überhaupt weglassen. Die TCM definiert starkes Übergewicht als „Einlagerung von Feuchtigkeit“.

Lies hier zur „Kraft der Mitte“

Milch in der chinesischen Medizin - verschleimende Wirkung und nicht empfehlenswert für eine Gewichtsreduktion, Diät oder bei Feuchtigkeitseinlagerungen.

Du verträgst Milchprodukte nicht und weißt nicht genau warum?

Wiederkehrende Verdauungsbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer steckt eine Laktoseintoleranz dahinter.

In einer individuellen Ernährungsberatung können wir gemeinsam deine Ernährungsgewohnheiten, Beschwerden und mögliche Zusammenhänge betrachten und eine alltagstaugliche Ernährungsstrategie entwickeln.

Was ist der Unterschied zwischen Laktasemangel und Laktoseintoleranz?

Ein Laktasemangel bedeutet, dass im Dünndarm zu wenig vom Enzym Laktase vorhanden bzw. aktiv ist. Von einer Laktoseintoleranz spricht man erst, wenn nach dem Verzehr von Laktose tatsächlich Beschwerden auftreten.

Nicht jeder Mensch mit einer Laktosemalabsorption entwickelt daher automatisch eine symptomatische Laktoseintoleranz.

Wie wird Laktoseintoleranz getestet?

Ein häufig eingesetztes medizinisches Untersuchungsverfahren ist der H₂-Atemtest mit Laktose.

Nach Aufnahme einer definierten Laktosemenge wird in bestimmten Zeitabständen der Wasserstoffgehalt (H₂) der Ausatemluft gemessen.

Wird Laktose im Dünndarm nicht ausreichend gespalten und gelangt in den Dickdarm, können Darmbakterien sie fermentieren. Dabei kann unter anderem Wasserstoff entstehen, der über das Blut zur Lunge gelangt und ausgeatmet wird.

Testergebnis, Beschwerden und medizinische Vorgeschichte werden bei der Beurteilung gemeinsam berücksichtigt.

Hinweis: Es heißt H₂-Atemtest, nicht H₂O-Atemtest. H₂ steht für molekularen Wasserstoff; H₂O wäre Wasser. Das würde ich auch auf deinem bereits erstellten Beitragsbild unbedingt korrigieren.

Ist Laktoseintoleranz heilbar?

Eine primäre, genetisch bedingte Laktoseintoleranz ist in der Regel nicht heilbar. Die verminderte Laktaseaktivität lässt sich nicht durch eine bestimmte Ernährung oder Nahrungsergänzung dauerhaft wiederherstellen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Milchprodukte gemieden werden müssen. Viele Betroffene vertragen individuell unterschiedliche Mengen Laktose. Laktosefreie Produkte und von Natur aus sehr laktosearme Lebensmittel können die Ernährung erleichtern.

Bei einem sekundären Laktasemangel ist die Situation anders: Liegt eine behandelbare Erkrankung oder vorübergehende Schädigung der Dünndarmschleimhaut zugrunde, kann sich die Laktoseverträglichkeit nach deren Behandlung wieder verbessern.

Kann Laktoseintoleranz plötzlich entstehen?

Ja, eine Laktoseintoleranz kann erstmals im Erwachsenenalter auffallen oder scheinbar plötzlich auftreten.

Beim primären Laktasemangel nimmt die Aktivität des Enzyms Laktase genetisch bedingt im Laufe des Lebens ab. Beschwerden können deshalb erst dann auffallen, wenn eine bestimmte individuelle Toleranzgrenze unterschritten wird.

Eine neu auftretende Laktoseunverträglichkeit kann außerdem sekundär im Zusammenhang mit einer Erkrankung oder Beeinträchtigung der Dünndarmschleimhaut entstehen.

Neu auftretende oder anhaltende Beschwerden sollten daher nicht automatisch einer Laktoseintoleranz zugeschrieben, sondern gegebenenfalls medizinisch abgeklärt werden.

Kann eine Laktoseintoleranz wieder verschwinden?

Das hängt von der Ursache ab. Ein primärer genetisch bedingter Laktasemangel bleibt normalerweise bestehen.

Bei einer sekundären Laktosemalabsorption kann sich die Laktoseverträglichkeit dagegen wieder verbessern, wenn sich die Dünndarmschleimhaut erholt und die zugrunde liegende Erkrankung erfolgreich behandelt wird.

Deshalb ist die Unterscheidung zwischen primärem und sekundärem Laktasemangel wichtig.

Was ist eine sekundäre Laktoseintoleranz?

Eine sekundäre Laktoseintoleranz entsteht, wenn die Laktaseaktivität infolge einer Schädigung oder Erkrankung des Dünndarms vorübergehend oder längerfristig vermindert ist.

Mögliche Zusammenhänge bestehen beispielsweise mit Zöliakie, Morbus Crohn oder bestimmten Darminfektionen. Auch andere Belastungen oder Behandlungen können die Dünndarmschleimhaut beeinträchtigen.

Anders als beim genetisch bedingten primären Laktasemangel kann sich die Laktoseverträglichkeit bei einer sekundären Form wieder verbessern, wenn sich die Dünndarmschleimhaut erholt und die zugrunde liegende Ursache behandelt wird.

Bei einer neu auftretenden Laktoseunverträglichkeit ist deshalb die Frage wichtig, warum die Laktaseaktivität vermindert ist.

Wie schnell treten Beschwerden bei Laktoseintoleranz auf?

Beschwerden können bereits innerhalb kurzer Zeit oder erst einige Stunden nach dem Verzehr laktosehaltiger Lebensmittel auftreten. Der NHS beschreibt einen möglichen Beginn innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden.

Typisch sind beispielsweise:

Blähungen, Bauchschmerzen, Darmgeräusche, Völlegefühl, Durchfall oder Übelkeit.

Wie schnell Beschwerden auftreten, hängt unter anderem von der Laktosemenge, der Magen-Darm-Passage und der individuellen Verdauung ab.

Der zeitliche Zusammenhang allein beweist jedoch noch keine Laktoseintoleranz, da auch andere Verdauungsstörungen ähnliche Symptome verursachen können.

Kann Laktoseintoleranz Blähungen und Blähbauch verursachen?

Ja. Blähungen und Blähbauch gehören zu den typischen Beschwerden einer Laktoseintoleranz.

Wird Laktose im Dünndarm nicht ausreichend gespalten, gelangt sie in den Dickdarm. Dort wird sie von Darmbakterien verstoffwechselt. Dabei entstehen unter anderem Gase und zusätzliche Flüssigkeit, was Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall begünstigen kann.

Blähungen können allerdings sehr viele andere Ursachen haben. Häufige Beschwerden sollten deshalb nicht automatisch einer Laktoseintoleranz zugeschrieben werden.

Wie viel Laktose verträgt man bei Laktoseintoleranz?

Die verträgliche Menge ist individuell sehr unterschiedlich. Viele Menschen mit Laktoseintoleranz müssen Laktose nicht vollständig meiden. Untersuchungen zeigen, dass manche Betroffene etwa 12 g Laktose – ungefähr die Menge in einem Glas bzw. einer Tasse Milch – ohne oder nur mit milden Beschwerden vertragen können.

Entscheidend sind unter anderem die verbleibende Laktaseaktivität, die Portionsgröße, die Zusammensetzung der Mahlzeit und die individuelle Empfindlichkeit.

Kleine Mengen werden häufig besser vertragen, insbesondere wenn sie über den Tag verteilt und gemeinsam mit anderen Lebensmitteln aufgenommen werden.

Für den Alltag ist deshalb meist sinnvoller, die persönliche Verträglichkeitsgrenze herauszufinden, statt vorsorglich sämtliche Milchprodukte zu streichen.

Was darf man bei Laktoseintoleranz nicht essen?

Bei Laktoseintoleranz gibt es keine allgemeine Verbotsliste, die für alle Menschen gleichermaßen gilt. Meist geht es darum, die aufgenommene Laktosemenge an die persönliche Verträglichkeit anzupassen.

Besonders laktosereich können beispielsweise sein:

Milch, Kondensmilch, Milchpulver, bestimmte Milchdesserts, Eiscreme, süße Milchgetränke sowie manche Frischkäseprodukte.

Auch in verarbeiteten Lebensmitteln kann Laktose enthalten sein.

Dagegen können laktosefreie Milchprodukte und viele lange gereifte Käsesorten gute Alternativen darstellen.

Eine unnötig strenge Milchprodukt-Elimination kann die Versorgung unter anderem mit Calcium und Vitamin D erschweren.

Welche Käsesorten sind bei Laktoseintoleranz geeignet?

Lange gereifte Hart- und Schnittkäse enthalten häufig nur noch sehr geringe Mengen Laktose und werden deshalb von vielen Menschen mit Laktoseintoleranz gut vertragen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Parmesan
  • Grana Padano
  • Emmentaler
  • Gruyère
  • Bergkäse
  • länger gereifter Gouda
  • gereifter Cheddar
  • gereifter Pecorino
  • gereifter Manchego

Während der Käseherstellung wird ein großer Teil der Laktose mit der Molke entfernt. Während der Reifung wird verbliebene Laktose weiter abgebaut.

Bei Frischkäse, Mozzarella, Topfen oder Hüttenkäse können dagegen noch höhere Restmengen vorhanden sein. Entscheidend bleibt die jeweilige Produktkennzeichnung

Ist Parmesan laktosefrei?

Lange gereifter Parmesan enthält in der Regel keine oder nur noch sehr geringe Restmengen Laktose.

Bei der Käseherstellung wird ein großer Teil der Laktose mit der Molke entfernt. Während der langen Reifung wird verbliebene Laktose weiter abgebaut.

Deshalb gehört gereifter Parmesan zu den Käsesorten, die bei Laktoseintoleranz häufig gut vertragen werden.

Bei konkreten Produkten sollte die Herstellerangabe maßgeblich sein.

Ist Butter laktosefrei?

Butter enthält normalerweise nur sehr geringe Mengen Laktose, ist aber nicht grundsätzlich vollständig laktosefrei.

Da Butter überwiegend aus Milchfett besteht, verbleibt bei der Herstellung nur wenig Milchzucker. Kleine übliche Portionen werden deshalb von vielen Menschen mit Laktoseintoleranz gut vertragen.

Wer sehr empfindlich reagiert oder Laktose konsequent vermeiden muss, kann ausdrücklich als laktosefrei gekennzeichnete Butter verwenden.

Wichtig: Butter enthält Milchbestandteile und ist bei einer Milcheiweißallergie nicht automatisch geeignet.

Ist Feta laktosefrei?

Feta ist nicht pauschal als laktosefrei einzustufen. Sein Laktosegehalt hängt unter anderem von Herstellung und Reifung ab.

Traditioneller Feta wird aus Schafmilch oder einer Mischung aus Schaf- und Ziegenmilch hergestellt. Diese Milcharten enthalten ursprünglich ebenfalls Laktose. Während der Käseherstellung und Reifung wird jedoch ein erheblicher Teil davon entfernt beziehungsweise abgebaut.

Bei ausgeprägter Laktoseintoleranz empfiehlt sich deshalb ein ausdrücklich als laktosefrei gekennzeichnetes Produkt.

Ist Mozzarella laktosefrei?

Mozzarella ist nicht automatisch laktosefrei. Als wenig gereifter Käse kann er noch relevante Restmengen Laktose enthalten.

Der genaue Gehalt unterscheidet sich je nach Herstellungsverfahren und Produkt. Mittlerweile gibt es auch ausdrücklich laktosefreien Mozzarella.

Bei stärker ausgeprägter Laktoseintoleranz sollte deshalb die Kennzeichnung auf der Verpackung beachtet werden

Kann Joghurt trotz Laktoseintoleranz vertragen werden?

Ja, manche Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Joghurt besser als vergleichbare Mengen Milch.

Joghurt enthält zwar Laktose, die enthaltenen lebenden Joghurtkulturen können jedoch zur verbesserten Laktoseverdauung des Produktes beitragen. Die individuelle Verträglichkeit hängt außerdem von der Laktosemenge, Portionsgröße und persönlichen Restaktivität der Laktase ab.

Alternativ stehen laktosefreie Joghurts zur Verfügung.

Enthält Ziegenmilch Laktose?

Ja. Ziegenmilch enthält von Natur aus Laktose.

Der Wechsel von Kuhmilch zu Ziegenmilch ist deshalb bei einer Laktoseintoleranz nicht automatisch eine Lösung.

Anders kann es bei gereiftem Ziegenkäse aussehen. Während der Käseherstellung und Reifung wird ein großer Teil der Laktose entfernt beziehungsweise abgebaut. Der tatsächliche Restlaktosegehalt hängt vom jeweiligen Produkt ab.

Enthält Schafmilch Laktose?

Ja. Auch Schafmilch enthält Laktose.

Eine Laktoseintoleranz lässt sich daher nicht einfach dadurch umgehen, dass Kuhmilch durch Schafmilch ersetzt wird.

Lange gereifte Schafkäse können dagegen nur noch sehr geringe Mengen Laktose enthalten. Hier lohnt sich ein Blick auf die Produktkennzeichnung.

Welche Pflanzendrinks sind ein guter Milchersatz?

Soja-, Hafer-, Mandel- und andere Pflanzendrinks sind von Natur aus laktosefrei, sofern keine milchhaltigen Zutaten zugesetzt wurden. Ernährungsphysiologisch unterscheiden sie sich jedoch teilweise deutlich von Kuhmilch.

Als vergleichsweise proteinreiche Alternative ist insbesondere Sojadrink interessant. Hafer-, Mandel- und Reisdrinks enthalten meist deutlich weniger Protein.

Beim regelmäßigen Ersatz von Milch lohnt es sich, auf ungesüßte und mit Calcium angereicherte Produkte zu achten. Je nach Gesamternährung können auch Vitamin B12, Vitamin D und Jod relevant sein.

Kann Laktose in Medikamenten enthalten sein?

Ja. Laktose kann in Tabletten, Kapseln und anderen Arzneimitteln als pharmazeutischer Hilfsstoff enthalten sein.

In der Packungsinformation können beispielsweise Bezeichnungen wie Lactose, Lactose-Monohydrat oder Lactose anhydrous vorkommen.
Die Laktosemenge pro Arzneimitteldosis ist häufig deutlich geringer als die Menge in typischen laktosehaltigen Lebensmitteln und wird von vielen Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen. Die individuelle Situation kann jedoch unterschiedlich sein.

Medikamente sollten wegen enthaltener Laktose niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden. Bei Unsicherheit können Arzt oder Apotheke die Zusammensetzung und mögliche Alternativen prüfen

Enthalten Schüßler-Salze oder Globuli Laktose?

Das hängt vom jeweiligen Präparat und Hersteller ab. Insbesondere Tabletten können Laktose als Träger- oder Hilfsstoff enthalten.

Bei Schüßler-Salzen wird Laktose häufig als Tablettengrundlage verwendet. Bei homöopathischen Präparaten unterscheiden sich die Darreichungsformen: Globuli bestehen häufig aus Saccharose, während Tabletten oder Verreibungen auch Laktose enthalten können.

Deshalb gilt:

Nicht nach Produktgruppe raten – Zutaten bzw. Hilfsstoffe des konkreten Präparates prüfen.

Bei Arzneimitteln oder medizinischen Präparaten solltest du außerdem nicht eigenständig auf eine Alternative wechseln, sondern bei Unsicherheit Apotheke oder behandelnden Arzt fragen.

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