Ernährung im Spätsommer – Zeit der Mitte
Mit der TCM gut in den Herbst!
Der Wandel von der Hitze in die Mitte
Die Tage werden langsam kürzer. Morgens und abends ist die Luft bereits kühler, während uns die Natur gleichzeitig noch einmal ihre ganze Fülle schenkt: Kürbis, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Karotten, Erdäpfel und viele andere regionale Lebensmittel haben jetzt Saison.
Für mich ist diese Zeit jedes Jahr eine Einladung, auch in der Küche langsam umzudenken.
Während im Hochsommer Salate, Rohkost, frisches Obst und kühlende Speisen angenehm sein können, darf jetzt wieder mehr Wärme auf den Teller kommen.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat diese Zeit eine besondere Bedeutung. Der Spätsommer wird dem Element Erde zugeordnet – und damit unserer sogenannten Mitte mit den Funktionskreisen Milz und Magen.
Was bedeutet „die Mitte“ in der TCM?
Wenn in der TCM von Milz und Magen gesprochen wird, ist damit nicht ausschließlich die anatomische Funktion dieser Organe im westlich-medizinischen Sinn gemeint.Vielmehr beschreibt die TCM damit ein traditionelles Funktionsmodell, das unter anderem mit der Aufnahme und Verarbeitung unserer Nahrung verbunden wird.
Die Mitte steht dabei sinnbildlich für Nähren, Aufnehmen, Verarbeiten und Zentrieren.
Der Spätsommer ist deshalb für mich eine wunderbare Gelegenheit, wieder bewusster darauf zu achten:
Was tut mir gut? Was kann ich gut verdauen? Was gibt mir Energie – und was belastet mich eher?
Dabei muss Ernährung weder kompliziert noch perfekt sein. Oft sind es gerade die einfachen Veränderungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.
Viel wichtiger ist die Frage: Wie gut verträgst Du Rohkost?
Wenn Du beispielsweise nach großen Rohkostportionen regelmäßig mit Blähungen, Völlegefühl oder Bauchbeschwerden reagierst, kann es sinnvoll sein, auszuprobieren, ob gegartes Gemüse für Dich angenehmer ist.
Spätsommer und Dojo-Zeiten – was ist damit gemeint?
Vielleicht hast Du im Zusammenhang mit TCM schon einmal den Begriff Dojo-Zeit gehört.
In der 5-Elemente-Lehre werden Frühling, Sommer, Herbst und Winter den Elementen Holz, Feuer, Metall und Wasser zugeordnet. Das fünfte Element – die Erde – nimmt dabei eine besondere Stellung ein.
Neben dem Spätsommer werden der Erde traditionell auch die Übergangsphasen zwischen den Jahreszeiten zugerechnet. Diese etwa 18 Tage dauernden Abschnitte werden häufig als Dojo-Zeiten bezeichnet.
Sie stehen symbolisch für Übergang, Sammlung und Zentrierung.
Die genauen Kalendertage können sich je nach verwendeter Berechnung etwas unterscheiden. Deshalb finde ich es sinnvoller, nicht starr auf ein Datum zu schauen, sondern auch die Natur wahrzunehmen:
Werden die Morgen kühler?
Verändern sich die saisonalen Lebensmittel?
Habe ich wieder mehr Lust auf etwas Warmes?
Fühlt sich ein großer Salat plötzlich weniger angenehm an?
Unser Essen darf sich gemeinsam mit den Jahreszeiten verändern.

Ernährung für die Mitte: Jetzt darf es wieder wärmer werden
Für die TCM-Ernährung bedeutet „warm“ nicht ausschließlich die Temperatur einer Mahlzeit.
Auch die Auswahl der Lebensmittel, Gewürze und Zubereitungsarten spielt in der traditionellen Ernährungslehre eine Rolle.
Im Spätsommer und beim Übergang in die kühlere Jahreszeit können beispielsweise häufiger auf den Speiseplan kommen:
- gekochtes oder gedünstetes Gemüse
- Gemüsecremesuppen und klare Suppen
- Kraftsuppen und Brühen
- Eintöpfe
- Hirse, Reis oder Hafer als warmer Brei
- Kürbis und Wurzelgemüse
- gekochte Erdäpfel
- gedünstete Äpfel und Birnen
- milde Currys
- langsam geschmorte Gerichte
Es geht dabei nicht darum, Rohkost grundsätzlich zu verbieten.

Tomaten (Paradeiser) einkochen
Im Spätsommer verbinden sich Sommer und Herbst auch bei den Gemüsesorten. Die Tomaten werden langsam weggeräumt und für den Winter haltbar gemacht. Dafür eignet sich das Einkochen zur Tomatensoße oder Tomatensuppe. Um auch der Paradeissoße einen süßlicheren Geschmack zu geben, wird oft Zucker zugesetzt. Ich habe mir angewöhnt, süße Karotten und ein wenig Agavensirup dazuzugeben. So verbindet sich das Element FEUER (rote Tomaten) mit dem Element ERDE (Karotten – orange). Für den Cookit gibt es tolle Rezepte zum einfach Nachmachen.
Mit Ingwer und Gewürzen langsam Richtung Herbst
Auch die Würzung darf sich verändern. Eine leichte Schärfe durch Ingwer, Knoblauch, Zwiebel, Pfeffer oder aromatische Gewürze passt für mich wunderbar in diese Übergangszeit. Scharf wird in der TCM dem Element METALL zugeordnet – und damit der Jahreszeit Herbst.
Kümmel, Fenchel, Koriander, Kurkuma, Muskat oder Zimt können ebenfalls Abwechslung in die Spätsommerküche bringen. Dabei gilt auch hier: Mehr ist nicht automatisch besser.
Gerade Menschen mit empfindlichem Darm sollten auf ihre individuelle Verträglichkeit achten.
Zwiebel und Knoblauch enthalten beispielsweise Fruktane und können bei Menschen mit einer entsprechenden FODMAP-Empfindlichkeit Beschwerden auslösen. Deshalb verbinde ich die Prinzipien der TCM-Ernährung gerne mit modernem Ernährungswissen und vor allem mit der persönlichen Verträglichkeit.


Erntezeit: Nutze die Vielfalt, die jetzt wächst
Ein besonderer Vorteil der saisonalen Küche ist ihre Einfachheit. Wir müssen nicht ständig nach exotischen „Superfoods“ suchen. Der Spätsommer bietet uns bereits eine wunderbare Auswahl:
Kürbis, Karotten, Zucchini, Fenchel, Paradeiser, Erdäpfel, Äpfel, Birnen, Zwetschken und frische Kräuter lassen sich zu vielen unterschiedlichen Mahlzeiten kombinieren.
- Aus Kürbis wird eine cremige Suppe.
- Aus Äpfeln ein warmes Kompott.
- Aus Wurzelgemüse ein Ofengericht.
- Und aus Gemüse, Kräutern und weiteren Zutaten kann eine langsam gekochte Suppe oder Brühe entstehen.
Tipp: Koche doch mal aus Gemüseresten einen Gemüsefond! Den kannst du super in weiteren Gerichten verwenden. Wenn du den kochend heißen Gemüsefond in gut verschließbaren sauberen Gläsern einfüllst, dann entsteht ein Vakuum. So hält sich die Gemüsebrühe viele Tage im Kühlschrank.
Kraftsuppen – wenn gutes Essen Zeit bekommen darf
Suppen für deine Ernährung im Spätsommer
Gerade wenn die Tage kühler werden, beginnt für mich wieder die Zeit der Kraftsuppen.
Das Schöne daran ist für mich nicht nur das fertige Gericht. Es ist auch die Art des Kochens.
Zutaten vorbereiten, Gemüse und Gewürze anrösten, Flüssigkeit dazugeben und anschließend alles in Ruhe köcheln lassen.
In der traditionellen TCM-Küche werden lange gekochte Suppen und warme Zubereitungen seit Langem verwendet. Aussagen über „Qi“ oder eine „Stärkung der Mitte“ sind dabei als Konzepte der traditionellen chinesischen Ernährungslehre zu verstehen und nicht mit wissenschaftlich nachgewiesenen medizinischen Wirkungen gleichzusetzen. In der TCM gilt das Prinzip, umso mehr Energie du beim Kochen zuführst, desto mehr Energie (QI) nimmst du mit dem Essen der Kraftsuppe auf.
Für meinen Alltag haben Kraftsuppen aber noch einen ganz praktischen Vorteil:
Ich kann größere Mengen vorbereiten und habe damit eine gute Grundlage für mehrere Mahlzeiten.
Warum ich mich für den Cookit entschieden habe
Kraftsuppen im Cookit kochen
Meine Art zu kochen war auch einer der Gründe, warum ich mich für den Cookit entschieden habe. Ich wollte keine Küchenmaschine, bei der ich das Gefühl habe, meine gewohnte Art zu kochen aufgeben zu müssen.
Ganz im Gegenteil.
Ich möchte weiterhin selbst kochen – nur manches einfacher und komfortabler.
Der große Topf eignet sich für mich sehr gut für Suppen, Eintöpfe und größere Portionen. Zutaten können mit hohen Temperaturen zunächst angeröstet und anschließend direkt weiterverarbeitet werden. Gerade für Suppen, Currys oder Schmorgerichte finde ich das praktisch.
Ich kann entscheiden, welche Zutaten ich verwende, selbst abschmecken und auch meine eigenen Rezepte zubereiten. Aber natürlich gibt es für den Cookit auch schon Rezepte für Kraftsuppen. Ich stelle solche Rezepte meinen Kundinnen und Kunden, gerne zur Verfügung.

Du kannst kochen? Dann kann der Cookit trotzdem interessant sein.
Einmal im Jahr stelle ich mich mit lieben Kolleginnen auf die Gartenbaumesse in Tulln um den Cookit von Bosch zu präsentieren. Eine Aussage höre ich dabei immer wieder:
„Aber ich kann doch kochen – brauche ich dann überhaupt einen Cookit?“
oder
„Ich koche selbst – ich brauche das nicht!“
Für mich hat das eine mit dem anderen aber wenig zu tun.
Gerade wenn Du gerne kochst und weißt, wie ein Gericht schmecken soll, kannst Du viele Möglichkeiten des Cookit nutzen und trotzdem Deine eigene Handschrift behalten.
Der Unterschied ist:
Du musst nicht während jedes Arbeitsschrittes danebenstehen.
Während gerührt, gegart oder gekocht wird, kannst Du Dich anderen Dingen widmen. Denn frisch zu kochen ist wunderbar. Aber vielleicht möchtest auch Du Deine Zeit nicht ausschließlich in der Küche verbringen.
Außerdem habe ich heute Möglichkeiten, wie dampfgaren, sterilisieren oder auch Sous Vide Garen, welche ich vorher nicht gehabt habe. Und nach dem Kochen ist schnell alles (außer natürlich dem Gerät) im Geschirrspüler eingeräumt.
Traditionelle Küche trifft modernen Alltag
Genau diese Verbindung gefällt mir besonders: Auf der einen Seite stehen traditionelle Zubereitungsarten – kochen, dünsten, anrösten, schmoren und Suppen langsam garen.
Auf der anderen Seite steht ein moderner Küchenhelfer, der uns viele Arbeitsschritte erleichtern kann.
Für mich müssen sich TCM-Ernährung und moderne Küchentechnik deshalb überhaupt nicht widersprechen.
Entscheidend ist nicht das Gerät. Entscheidend ist, was Du daraus machst und welche Lebensmittel am Ende in Deinem Topf landen.
Möchtest Du den Cookit kennenlernen?
Wenn Du erleben möchtest, wie ich den Cookit für meine saisonale Küche, Suppen und andere Gerichte verwende, kannst Du ihn bei mir live kennenlernen.
Cookit-Herbstkochen im Vitalmesszentrum Wien
8. Oktober 2026 um 18:00 Uhr
Gemeinsam kochen, ausprobieren, kosten und Fragen stellen – in einer kleinen, persönlichen Runde.
Alternativ kannst Du mich auch bei meinen Cookit-Vorführungen im Bosch Store Wien auf der Mariahilfer Straße besuchen.
Meine Tipps für Deine Spätsommerküche
Du möchtest Deine Ernährung im Spätsommer langsam auf den Herbst umstellen? Dann beginne ganz unkompliziert:
- Starte warm in den Tag.
Probiere einen Hafer- oder Hirsebrei, wenn Du ihn gut verträgst. - Koche wieder häufiger.
Gedünstetes, gebratenes und gekochtes Gemüse darf Rohkost zunehmend ergänzen. - Nutze die Erntezeit.
Kürbis, Karotten, Äpfel, Birnen und Wurzelgemüse bieten jetzt unglaublich viele Möglichkeiten. - Würze bewusst.
Etwas Ingwer und aromatische Gewürze bringen Abwechslung und eine leichte Schärfe. - Koche auf Vorrat.
Eine größere Portion Suppe oder Eintopf spart Dir an stressigen Tagen viel Zeit.
Und vor allem:
Beobachte Deine persönliche Verträglichkeit. Denn eine Ernährung kann auf dem Papier noch so gesund aussehen – sie muss auch zu Dir passen.
Deine Ernährung soll zu Dir passen
Hast Du häufig Blähungen, Völlegefühl oder Verdauungsbeschwerden? Verträgst Du manche Lebensmittel plötzlich nicht mehr so gut oder bist Du unsicher, welche Ernährung wirklich zu Dir passt?
Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
In meiner integrativen Ernährungsberatung im Vitalmesszentrum Wien verbinde ich unterschiedliche Blickwinkel und erarbeite mit Dir eine Ernährung, die zu Deiner individuellen Situation und Deinem Alltag passt.
Denn gerade die Zeit der Mitte erinnert uns an etwas sehr Einfaches:
Gutes Essen darf nähren, schmecken und guttun.
Rezepte für den Herbst – Süß trifft Scharf!
Ernährungsberatung nach TCM in Kombination mit der Energiestatusmessung
Diätethik nach den 5 Elementen und den Prinzipien der chinesischen Medizin
Die Ernährungsberatung nach TCM umfasst Die Leistung umfasst:
Ernährungsberatung nach den 5 Elementen + Energiestatusmessung
Dauer ca. 1,5 Stunden bei Erstkonsultation Nachberatung und Kontrolle ca. 1 Stunde € 99,-
Die Ernährungsberatung im Vitalmesszentrum dient der individuellen Unterstützung bei der Gestaltung von Ernährung und Lebensstil. Sie ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Die im Vitalmesszentrum angebotenen bioenergetischen Austestungen sind komplementäre, nicht schulmedizinische Methoden. Ihre Ergebnisse stellen keine medizinische Diagnose dar und sind nicht zur Erkennung, Behandlung oder zum Ausschluss von Erkrankungen bestimmt.
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